KI-Automatisierung für

In Steuerkanzleien beginnt fast jeder Arbeitsschritt mit einem Beleg oder einer Mandantenanfrage: Rechnungen, Kassabelege, Kontoauszüge, Lohnunterlagen, Rückfragen zu Fristen. Trotzdem werden diese Dokumente in vielen Kanzleien noch manuell geöffnet, sortiert, abgetippt und abgelegt, bevor die eigentliche fachliche Arbeit überhaupt beginnen kann. Das bindet genau die Kapazitäten, die für Beratung und Prüfung gebraucht würden.

KI-gestützte Automatisierung übernimmt die vorgelagerte Datenerfassung: Belege werden erkannt, Mandanten zugeordnet, relevante Felder extrahiert und für die Übernahme in Ihre Kanzleisoftware aufbereitet. Wiederkehrende Fristen und Standardkommunikation werden systematisch vorbereitet – die fachliche Prüfung, Freigabe und Verantwortung bleiben durchgehend bei Ihrem Team.

Das Problem: Wiederkehrende Belegflut und enger Fristendruck

Stellen Sie sich eine typische Steuerkanzlei vor, die laufend rund 120 Mandanten in unterschiedlichen Rechtsformen betreut. Jeden Monat treffen von jedem Mandanten Eingangsrechnungen, Kassabelege, Kontoauszüge und Lohnunterlagen ein – oft als loser Stapel Papier, manchmal als PDF-Anhang, selten schon vorsortiert. Eine Mitarbeiterin öffnet jeden Beleg, ordnet ihn dem richtigen Mandanten und Buchungskreis zu, tippt Betrag, Datum und Steuersatz ins Buchhaltungssystem und legt den Beleg ab, bevor die eigentliche Prüfung überhaupt beginnt.

In diesem Beispiel vergehen für einen durchschnittlichen Beleg rund zwei bis vier Minuten allein für die Vorerfassung. Bei mehreren hundert Belegen pro Woche würde das mehrere Arbeitstage im Monat ausmachen, die ausgebildete Fachkräfte mit Vorsortierung statt mit Beratung verbringen. Kommt dann noch die Frist für die Umsatzsteuervoranmeldung oder ein Jahresabschluss dazu, verschärft sich der Engpass genau dann, wenn im Team ohnehin wenig Luft ist.

Das Ergebnis: Überstunden in Spitzenzeiten, verzögerte Rückfragen an Mandanten und Fachkräfte, die einen Großteil ihrer Zeit mit Abtippen statt mit fachlicher Prüfung verbringen. Genau hier setzt KI-gestützte Automatisierung an – nicht, um die steuerliche Beurteilung zu ersetzen, sondern um die vorgelagerte Datenerfassung von der Kanzlei fernzuhalten.

Die Lösung: KI-gestützte Automatisierung für Kanzleiabläufe

01

Beleg- und Dokumentenerkennung

Eingehende Rechnungen, Kassabelege und Kontoauszüge werden automatisch erkannt, dem richtigen Mandanten zugeordnet und nach Belegart klassifiziert – unabhängig davon, ob sie als PDF, Scan oder Foto eintreffen.

02

Datenextraktion und Vorkontierung

Relevante Felder wie Betrag, Belegdatum, USt-Satz und Lieferant werden extrahiert und zu einem Buchungsvorschlag nach Ihrem Kontenrahmen aufbereitet. Die fachliche Kontrolle und Freigabe bleibt bei Ihrem Team.

03

Anbindung an Ihre Kanzleisoftware

Die aufbereiteten Daten werden für die Übernahme in gängige österreichische Kanzleisysteme wie BMD oder RZL sowie DATEV-nahe Umgebungen strukturiert. Welche Schnittstelle im Detail möglich ist, prüfen wir für Ihre konkrete Systemlandschaft.

04

Fristen- und Korrespondenzunterstützung

Wiederkehrende Termine wie UVA, Lohnverrechnung oder Jahresabschluss werden systematisch im Blick behalten, und Entwürfe für Standard-Mandantenkommunikation – etwa Erinnerungen oder Unterlagenanfragen – werden vorbereitet, zur Prüfung und zum Versand durch Ihr Team.

Typische Einsatzszenarien in der Steuerkanzlei

Laufende Belegerfassung für Mandanten

Eingangsrechnungen, Kassabelege und Kontoauszüge mehrerer Mandanten automatisch erfassen, dem richtigen Buchungskreis zuordnen und für die Verbuchung vorbereiten – Dubletten und fehlende Angaben werden markiert statt übersehen.

Vorbereitung der Umsatzsteuervoranmeldung (UVA)

Relevante Belegdaten für die UVA-Periode automatisch zusammenstellen und auf Vollständigkeit prüfen, sodass die fachliche Prüfung und Übermittlung ohne manuelle Vorsortierung beginnen kann.

Lohn- und Personalunterlagen

Eingehende Lohnunterlagen, Krankmeldungen und Änderungsmeldungen von Mandanten automatisch klassifizieren und dem richtigen Personalfall zuordnen, bevor sie in die Lohnverrechnung übernommen werden.

Mandantenkommunikation und Fristenmanagement

Wiederkehrende Erinnerungen zu fehlenden Unterlagen oder anstehenden Fristen als Entwurf vorbereiten, statt sie händisch aus dem Kalender heraus zu formulieren. Versand und Freigabe bleiben bei Ihrem Team.

Häufige Fragen

Ersetzt KI die fachliche Beurteilung unserer Steuerberaterinnen und Steuerberater?
Nein. KI-Automatisierung übernimmt die vorgelagerte, repetitive Datenerfassung – Belege erkennen, Felder extrahieren, Buchungsvorschläge vorbereiten. Die steuerliche Beurteilung, die Prüfung und die Freigabe bleiben bei Ihrem Team, das dafür auch haftet. Ziel ist, dass Fachkräfte weniger Zeit mit Abtippen und mehr Zeit mit Beratung verbringen.
Lässt sich das an unsere bestehende Kanzleisoftware wie BMD oder RZL anbinden?
Wir arbeiten grundsätzlich softwareagnostisch und kennen die in Österreich gängigen Systeme wie BMD und RZL sowie DATEV-nahe Umgebungen. Ob eine direkte Schnittstelle, ein strukturierter Datenimport oder eine Übergangslösung sinnvoll ist, hängt von Ihrer konkreten Systemversion und den verfügbaren Schnittstellen ab – das prüfen wir im Erstgespräch konkret für Ihre Situation.
Wie gehen Sie mit sensiblen Mandantendaten um?
Wir arbeiten DSGVO-konform und können bei Bedarf vollständig on-premise oder in EU-gehosteten Umgebungen aufbauen. Gerade bei Mandantendaten mit Berufsgeheimnis ist das ein zentraler Punkt, den wir vor Projektstart gemeinsam mit Ihnen klären – inklusive Zugriffsrechten und Aufbewahrungsfristen.
Ab welcher Kanzleigröße lohnt sich das?
Das hängt weniger von der Mandantenzahl als vom Belegvolumen und vom Digitalisierungsgrad ab. Kanzleien mit überwiegend digitalem Belegeingang und klaren Abläufen profitieren schneller als solche mit vielen Papierbelegen und uneinheitlichen Prozessen. Statt einer pauschalen Grenze empfehlen wir, das anhand Ihres tatsächlichen Volumens im Erstgespräch durchzurechnen.
Wie startet ein Projekt konkret?
Mit konservativem Umfang. Statt einer kanzleiweiten Umstellung empfehlen wir typischerweise einen klar abgegrenzten Pilot von 8 bis 12 Wochen an einem einzelnen Prozess – etwa der Belegerfassung für eine Mandantengruppe. So zeigt sich, ob die Annahmen zu Datenqualität und Aufwand tragen, bevor größere Schritte folgen.
Für welche Aufgaben ist KI in einer Kanzlei eher ungeeignet?
Für Aufgaben, die fachliches Urteilsvermögen, Auslegung von Steuerrecht oder Verantwortung gegenüber der Finanzverwaltung erfordern, ist und bleibt der Mensch zuständig. Gut geeignet ist KI dort, wo hohe Stückzahlen, wiederkehrende Muster und klare Regeln zusammentreffen – etwa Belegerfassung, Vorkontierung oder Fristenerinnerungen. Das prüfen wir im Erstgespräch konkret für Ihre Prozesse.

Bereit, Ihr Team von Routinearbeit zu entlasten?

Lassen Sie uns in einem kurzen, unverbindlichen Gespräch klären, wo Automatisierung in Ihrer Kanzlei den größten Hebel hätte – und ob ein eng abgegrenzter Pilot der richtige erste Schritt ist.

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